Bei allem was wir erleben, was wir tun, und was wir sind, ist unser vegetatives Nervensystem aktiv dabei. Es hilft unbewusst und automatisch mit, unseren Körper in jedem Moment so zu konfigurieren, dass wir funktionieren können. Dafür müssen wir gleichzeitig stabil und flexibel sein. Ist das vegetative Nervensystem schlecht eingestellt oder beeinträchtigt, führt das zu körperlichen und psychischen Beschwerden, unser Erleben wird unharmonisch, und wir fühlen uns nicht mehr wohl.

Auf sichtbar gemachte Erfahrungen können Klient*in und Therapeut*in unmittelbar Bezug nehmen. Über andere Ausdrucksformen als Worte zu arbeiten, kann sehr personzentriert sein. An Symbolisierungs-Vielheiten entlang kann die Therapeut*in direkt spiegeln, was ihre Klient*in ausdrücken möchte. Innere Vorstellungsbilder müssen nicht erst in Sprache übersetzt werden. Die therapeutische Spürbefähigung kann ganz bei der noch werdenden Ausdrucksmodalität der Klient*in sein. Eine Ausrichtung am Felt Sense ist hier zentral, denn er wirkt in den Modalitäten-Wechsel hinein.

An diesem Studientag soll Grundlagenwissen der Psychotraumatologie vermittelt werden. Es werden Formen von Traumafolgestörungen besprochen, deren diagnostische Einteilung diskutiert (PTBS, kPTBS) und die daraus entstehenden Implikationen für das Durchführen traumaspezifischer Interventionen erörtert. In diesem Kontext werden verschiedene traumaspezifische Therapieverfahren vorgestellt und deren Passung zu einer personzentriert-experienziellen Gestaltung des Therapieprozesses kritisch reflektiert.   Dieser Kurstag ist für Studierende mit geplantem Psychotherapieabschluss verbindlich

Die Prozess-Philosophie hinter dem Focusing wird äusserst lebendig, wenn man sich ihr mit Übungen annähert. Dann bemerkt man verblüfft, dass philosophisches Denken das Erleben öffnen kann und das Erleben das philosophische Denken. Eugene Gendlins Umwelt-Begriffe stellen eine Basis her, um neu über die Möglichkeiten des verkörperten Fühlens nachzudenken. Der Körper ist nicht nur mit jeder Pore in Interaktionsprozessen mit der Umwelt eingelassen, er ist selbst eine Umwelt. Versteht man das besser, erlebt man auch mehr. Auf diese Weise kann die Philosophie hinter dem Focusing auch die Grenzen des Focusing öffnen. Der Umweltbezug, der dieser Philosophie tief eingeschrieben ist, macht die Praxis des Focusing in unserer Zeit brennend relevant.

Die Prozess-Philosophie hinter dem Focusing wird äusserst lebendig, wenn man sich ihr mit Übungen annähert. Dann bemerkt man verblüfft, dass philosophisches Denken das Erleben öffnen kann und das Erleben das philosophische Denken. Eugene Gendlins Umwelt-Begriffe stellen eine Basis her, um neu über die Möglichkeiten des verkörperten Fühlens nachzudenken. Der Körper ist nicht nur mit jeder Pore in Interaktionsprozessen mit der Umwelt eingelassen, er ist selbst eine Umwelt. Versteht man das besser, erlebt man auch mehr. Auf diese Weise kann die Philosophie hinter dem Focusing auch die Grenzen des Focusing öffnen. Der Umweltbezug, der dieser Philosophie tief eingeschrieben ist, macht die Praxis des Focusing in unserer Zeit brennend relevant.