Auf sichtbar gemachte Erfahrungen können Klient*in und Therapeut*in unmittelbar Bezug nehmen. Über andere Ausdrucksformen als Worte zu arbeiten, kann sehr personzentriert sein. An Symbolisierungs-Vielheiten entlang kann die Therapeut*in direkt spiegeln, was ihre Klient*in ausdrücken möchte. Innere Vorstellungsbilder müssen nicht erst in Sprache übersetzt werden. Die therapeutische Spürbefähigung kann ganz bei der noch werdenden Ausdrucksmodalität der Klient*in sein. Eine Ausrichtung am Felt Sense ist hier zentral, denn er wirkt in den Modalitäten-Wechsel hinein.

Am Studientag werden die Themen des Studientages I aufgegriffen und vertieft. Es geht darum, eine Sprache zu finden. Mythen und Glaubenssätzen im Thema Sexualität werden weiter aufgedeckt und hinterfragt. So können wir in uns die Grundlage schaffen, unseren Klient*innen in Thema Sexualität offen, entspannt und empathisch zu begegnen. Damit können wir ihnen den notwendigen Rahmen geben ihre Wünsche, Bedürfnisse und Schwierigkeiten zu explorieren und neue Erfahrungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Bereits gestreifte Konzepte und Theorien werden nochmals dargestellt, diskutiert und mit Patient*innensituationen in der Praxis verbunden. Zusätzlich zur Vertiefung der bereits besprochenen Themen können supervisorische Fragen gestellt und bearbeitet werden.   Teilnahmevoraussetzung: Besuch vom Studientag Sinnlichkeit und Sexualität in Therapie und Beratung I  

An diesem Studientag soll Grundlagenwissen der Psychotraumatologie vermittelt werden. Es werden Formen von Traumafolgestörungen besprochen, deren diagnostische Einteilung diskutiert (PTBS, kPTBS) und die daraus entstehenden Implikationen für das Durchführen traumaspezifischer Interventionen erörtert. In diesem Kontext werden verschiedene traumaspezifische Therapieverfahren vorgestellt und deren Passung zu einer personzentriert-experienziellen Gestaltung des Therapieprozesses kritisch reflektiert.   Dieser Kurstag ist für Studierende mit geplantem Psychotherapieabschluss verbindlich

Die Prozess-Philosophie hinter dem Focusing wird äusserst lebendig, wenn man sich ihr mit Übungen annähert. Dann bemerkt man verblüfft, dass philosophisches Denken das Erleben öffnen kann und das Erleben das philosophische Denken. Eugene Gendlins Umwelt-Begriffe stellen eine Basis her, um neu über die Möglichkeiten des verkörperten Fühlens nachzudenken. Der Körper ist nicht nur mit jeder Pore in Interaktionsprozessen mit der Umwelt eingelassen, er ist selbst eine Umwelt. Versteht man das besser, erlebt man auch mehr. Auf diese Weise kann die Philosophie hinter dem Focusing auch die Grenzen des Focusing öffnen. Der Umweltbezug, der dieser Philosophie tief eingeschrieben ist, macht die Praxis des Focusing in unserer Zeit brennend relevant.

Die Prozess-Philosophie hinter dem Focusing wird äusserst lebendig, wenn man sich ihr mit Übungen annähert. Dann bemerkt man verblüfft, dass philosophisches Denken das Erleben öffnen kann und das Erleben das philosophische Denken. Eugene Gendlins Umwelt-Begriffe stellen eine Basis her, um neu über die Möglichkeiten des verkörperten Fühlens nachzudenken. Der Körper ist nicht nur mit jeder Pore in Interaktionsprozessen mit der Umwelt eingelassen, er ist selbst eine Umwelt. Versteht man das besser, erlebt man auch mehr. Auf diese Weise kann die Philosophie hinter dem Focusing auch die Grenzen des Focusing öffnen. Der Umweltbezug, der dieser Philosophie tief eingeschrieben ist, macht die Praxis des Focusing in unserer Zeit brennend relevant.

Fehlende Verbundenheit mit der Welt und mit dem inneren Erleben wird inzwischen als eine wichtige Ursache bei psychischen Problemen angesehen. Die Menschen sind oft – besonders in unglücklichen und krank machenden Situationen – auf sich selbst zurückgeworfen und „fallen aus der Welt“. Sich (wieder) verbunden fühlen kann eine wichtige Unterstützung sein, um gesund zu werden oder gesund zu bleiben. In diesem Studientag werden wir zum Thema „Verbunden sein“ zusammen denken, erleben und üben. Wichtige Stichworte dazu sind Resonanz, Wechselwirkung, Kooperation, Zwischenleiblichkeit. Theoretisch anregen lassen wir uns durch Merleau-Ponty, Hartmut Rosa, Thomas Fuchs, Andreas Weber.  

Der Studientag dient einer ersten Vertiefung des im GFK entwickelten Modells der Charakterstrukturen. Ich möchte es unter zwei Blickwinkeln anschauen: Mit dem Meta-Blickwinkel: Was ist das für ein Modell? Was genau beschreibt es und was nicht? Ist der prinzipielle Unterschied zwischen den 3 Strukturebenen (untere-mittlere-obere) klar? Musterhafte Interaktionsprozesse statt Verortung in einer Person – ist das verständlich? Was genau ist mit «Resonanz» gemeint? Von nah betrachtet: Neben Fragen und Vertiefungen bezüglich der unteren und oberen Strukturen soll es schwerpunktmässig um das strukturgebundene Erleben gehen. Wir schauen auf die Dynamik der Verengung auf der Ebene der mittleren Strukturen, dies unter zwei Gesichtspunkten: Einerseits im Hinblick auf den Zusammenhang mit dem experienziellen Ansatz, verkürzt auch «Focusing» genannt. Wenn wir uns im Bereich unserer Verengungsmuster befinden, wissen wir: Die Hinwendung zum eigenen prozesshaften Erleben ist immer weniger möglich. Pause, Distanz, Freiraum, carrying forward – im Einbruch geht dann gar nichts mehr. Dort kann nichts Neues mehr entstehen. Die Interaktionsdynamik mit uns selber, mit anderen, mit der ganzen Situation ist in einer leidvollen Art und Weise stereotyp geworden. Wir …

Die Teilnehmenden sind eingeladen, praktische Fragenstellungen und schwierige Situationen rund um dieses Thema einzubringen. Auf dem Hintergrund von Theorien zur Gruppen(psycho)therapie werden die Anliegen erarbeitet. Der Schwerpunkt dieses Studientages liegt auf der praktischen Anwendung, deren Umsetzung die Teilnehmenden in Kleingruppen, Rollenspielen usw. üben können.    

Aus wiederholten Interaktionserfahrungen in Beziehungen können sich Muster von Bindungsprozessen ausbilden, die in späteren Beziehungen aktiviert werden.  Das GFK-Modell der Bindungsprozesse ist ein hilfreiches Instrument, um auf personzentrierte, experienzielle Weise über diese besonderen Formen von Beziehungsgeschehen (das «Dazwischen», das «Miteinander», das «Beziehungslebewesen») nachzudenken. Stagnierende Prozesse in Beziehungen sind häufig verfehlte Bindungsprozesse. Wie können wir mit unserer Aufmerksamkeit auf das Resonanzgeschehen Bindungsprozesse erkennen und damit in der beraterisch-therapeutischen Tätigkeit einen hilfreichen Umgang finden? Der Studientag dient der Vertiefung des Verständnisses und der Anwendung des GFK-Modells der Bindungsprozesse im professionellen Kontext. Zur Veranschaulichung dienen Beispiele aus der psychotherapeutischen Praxis, und in Übungssituationen widmen wir uns unseren Resonanzen zum Bindungsgeschehen. Grundkenntnisse über das Modell werden vorausgesetzt. Der Studientag eignet sich für Studierende und Ausgebildete zum Auffrischen der Vorkenntnisse, Reflektieren des eigenen Resonanz-Erlebens und zur Stärkung der Prozess-Sicherheit in der beraterisch-therapeutischen Beziehung.   Der Tag ist für Studierende der Weiterbildungsgruppen b21 und v22 verbindlich und wird zweimal durchgeführt.    

Die Substanzgestützte Therapie wird vorgestellt. Der Studientag vermittelt einen Überblick über die Geschichte der Psycholyse in Europa und Amerika, über die aktuelle Renaissance der therapeutischen Arbeit mit Psychedelika und über die Sonderbedingungen in der Schweiz. Die Wirkweisen der psycholytischen Substanzen MDMA, LSD und Psylocibin werden beschrieben und die Unterschiede für die therapeutische Arbeit erklärt. Es werden therapeutische Techniken für die Arbeit mit psychedelischen Substanzen vorgeschlagen und diskutiert. Ausserdem stelle ich schweizerische Forschungsprojekte und die Arbeit im klinischen Setting vor. Ich werde darlegen, wie ich mit meinen GFK-Techniken in diesem Feld arbeite.  

Aus wiederholten Interaktionserfahrungen in Beziehungen können sich Muster von Bindungsprozessen ausbilden, die in späteren Beziehungen aktiviert werden.  Das GFK-Modell der Bindungsprozesse ist ein hilfreiches Instrument, um auf personzentrierte, experienzielle Weise über diese besonderen Formen von Beziehungsgeschehen (das «Dazwischen», das «Miteinander», das «Beziehungslebewesen») nachzudenken. Stagnierende Prozesse in Beziehungen sind häufig verfehlte Bindungsprozesse. Wie können wir mit unserer Aufmerksamkeit auf das Resonanzgeschehen Bindungsprozesse erkennen und damit in der beraterisch-therapeutischen Tätigkeit einen hilfreichen Umgang finden? Der Studientag dient der Vertiefung des Verständnisses und der Anwendung des GFK-Modells der Bindungsprozesse im professionellen Kontext. Zur Veranschaulichung dienen Beispiele aus der psychotherapeutischen Praxis, und in Übungssituationen widmen wir uns unseren Resonanzen zum Bindungsgeschehen. Grundkenntnisse über das Modell werden vorausgesetzt. Der Studientag eignet sich für Studierende und Ausgebildete zum Auffrischen der Vorkenntnisse, Reflektieren des eigenen Resonanz-Erlebens und zur Stärkung der Prozess-Sicherheit in der beraterisch-therapeutischen Beziehung.   Der Tag ist für Studierende der Weiterbildungsgruppen b21 und v22 verbindlich und wird zweimal durchgeführt.    

Auch Psychotherapeut*innen sind zunehmend gefordert, sich Wissen über Psychopharmakotherapie anzueignen und dieses Wissen in die Gestaltung therapeutischer Prozesse einfliessen zu lassen. Im Kurs wird Grundlagenwissen bezüglich Psychopharmakotherapie (Basiswissen gängigste Medikamente in der Psychiatrie, Indikation und Kontraindikation für Therapie begleitende Medikation, Erkennen von Nebenwirkungen, An- und Absetzen von Medikation) vermittelt. Anhand von Fallvignetten werden wir auch der Frage nachgehen, wie Gespräche rund um das Thema «Medikation» mit Patient*innen aus einer personzentriert-experienziellen Grundhaltung heraus geführt werden können. Weiter soll eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung in Bezug auf Psychopharmakotherapie angestossen werden.   Dieser Kurstag ist für Studierende der Weiterbildungsgruppe v22 verbindlich.

Die Probleme, denen unsere Gesellschaft, denen Unternehmen gegenüberstehen, werden immer komplexer. Es gibt keine einfachen Ursache-Wirkungs-Beziehungen und damit auch keine einfachen Lösungen mehr. Der Bohmsche Dialog, der vom Physiker David Bohm (1917-1992) entwickelt wurde, ist eine Antwort darauf. Der Dialog geht davon aus, dass wir die Komplexität der Verhältnisse unmöglich alleine denkend erfassen und lösen können. Es braucht gemeinsame Erkundungs- und Denkprozesse, um das relevante Wissen für die Lösung der bestehenden Probleme zu entwickeln. Es geht darum, alle Beteiligten in einen kollektiven Denkprozess einzubinden. Die kollektive Intelligenz, die sich dann entwickeln kann, ist viel grösser als die Summe der Einzelteile. Um diese Qualität zu erreichen, müssen die Teilnehmenden verschiedene anspruchsvolle Disziplinen üben wie: Zuhören, Suspendieren, das Denken beobachten. Um diesen anspruchsvollen Prozess zu erleichtern, wird der gemeinsame Denk- und Erkundungsprozess mit dem Sprechstab verlangsamt. Am Studientag wird der Bohmsche Dialog in der Theorie ausführlich vorgestellt und beschrieben. Dann werden die Teilnehmenden Gelegenheit haben, eigene erste Erfahrungen mit dem Dialog zu machen.

In unserer Arbeit als Psychologi*nnen, Psychotherapeut*innen und Prozessbegleiter*innen, unterstützen und begleiten wir andere Menschen. An diesem Studientag stehen für einmal wir selbst im Zentrum. Wir befassen uns unter anderem mit folgenden Fragen: Wie sorge ich gut für mich rund um meine Arbeit? Welche Form gebe ich mir, wenn ich arbeite? Wie gestalte ich Übergänge? Was sind meine Kraftquellen bei der Arbeit und in der Freizeit? Dieser Tag gibt Raum für Diskussionen, persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema, geleitete Meditationen mit Visualisierung und Freiraum für eigene Erfahrungen mit Selbstfürsorge.   Mitnehmen: Bei schlechtem Wetter Schirm und regenfeste Kleider mitnehmen. Wir sind teilweise draussen.  

Es gibt kaum eine Störung, die öffentlich so kontrovers diskutiert wird wie das AD(H)S. Schnell ist die Rede von „Modediagnose“, die bei vielen auf Gegenwehr stösst; werden entsprechende medikamentöse Behandlungsmassnahmen ergriffen, ist schnell von Hirndoping oder einem Ruhigstellen der PatientInnen die Rede. Fakt ist, dass Menschen mit AD(H)S in gewissen Belangen etwas anders funktionieren. Vor dem Hintergrund dieses gesamtgesellschaftlichen Kontexts stellen sich für diagnostizierende und behandelnde PsychotherapeutInnen spezifische Fragen: Wie können wir einen ethisch-korrekten Umgang mit dem Phänomen finden? Wie kann man differenzieren, wo in erster Linie Druck von aussen besteht, eine menschliche Funktionsweise zu benennen und wo wahrer, innerer Leidensdruck bei den Betroffenen selbst herrscht? Kulturelle Aspekte sind hier nicht ausser Acht zu lassen. Nach einem kurzen Einblick in die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Symptomatik, Ätiologie und Grundlagen der Diagnostik soll insbesondere das Erleben von Betroffenen, d.h. von Kindern und Jugendlichen wie auch von Erwachsenen mittels Text- und Fallbeispielen Raum bekommen. Die thematische Nähe zum Konzept der mittleren Charakterstruktur „Aufmerksamkeitssensibilität“ soll diskutiert werden – Überschneidungen liegen auf der Hand, zwischen den beiden Konzeptionen bestehen jedoch …