Ausgangslage Kaum eine Sensibilität des GFK Charakterstrukturmodells kann wohlwollende TherapeutInnen so in Not bringen wie die Symptom-Sensibilität. Personen mit chronischen Schmerzen sind für uns in den „helfenden Berufen“ oft ein schwieriges, anstrengendes Klientel: „Kann man denn immer etwas haben; und wird das denn nie besser? Und wenn mal etwas besser wird, kommt sicher wieder etwas anderes. Vielleicht brauchen die einfach die Schmerzen?! ….“

Beziehungssituationen sind häufig Anlaß von Kränkungsverletzungen (gekränkt werden) und Gefühlen der Kränkungsschuld (eine Kränkung verursacht haben). Beides destabilisiert das Selbstwertgefühl. Das Erleben von Empörung, Zorn und Ohnmacht bzw. Gefühle der Enttäuschung über sich selbst bestimmen das Verhalten. Oft folgt ein Beziehungsabbruch.

Suizidprävention wurde vom Bundesrat 2016 als gesamtgesellschaftliche Aufgabe bezeich- net – leider aus gutem Grund. Erfahrungen, die seelischen Schmerz („mental pain“) auslösen, können zu einem akuten Stresszustand führen, in dem überlegtes Handeln nicht mehr möglich ist, so dass der akute suizidale Zustand für die Betroffenen kaum kontrollierbar wird. Jede solcher suizidalen Krise hinterlässt Spuren und der „Notfallplan Suizid“ wird auch noch Jahre später bei einer erneuten Krise sofort aktiviert.

Der Studientag führt in die Sprache und Modellbildung ein, die wir für die energetische Perspektive brauchen. Dieser Blickwinkel ist nicht etwas völlig Neues oder Anderes, sondern eine weitere vertiefende Möglichkeit, sich mit einem Prozessgeschehen auseinanderzusetzen.