Transmenschen fordern unsere Vorstellungen vom binären, naturgegebenen, eindeutigen und lebenslangen Geschlecht heraus. Langjährige Vorstellungen über Transmenschen sind ins Rutschen gekommen. Im Juni 2018 gibt die WHO bekannt, dass Transsexualismus nicht mehr als psychische Störung gilt und spricht neu von Genderinkongruenz. Am Studientag wenden wir unseren Blick anhand der eigenen Geschlechtsbiographie und mit Hilfe von Fallbeispielen auf Phänomene im Bereich Gender und Transgender. Methodisch arbeiten wir mit interaktiven Methoden des Austausches, Diskussion und Fachinputs. Schwerpunkte sind:

„Die Therapie bringt nichts/ich komme einfach nicht weiter/sagen Sie mir jetzt endlich, was ich tun soll“ sind schwierige Feedbacks von Klientinnen. „Was kann ich machen, dass die Stunden mit diesem Klienten nicht so leer drehen/ was mache ich falsch, dass nichts vorwärtsgeht“ sind schwierige Therapeutengedanken. „Jetzt geht er schon so lange in Therapie und es ändert sich nichts“ sind schwierige Äusse- rungen von Angehörigen, ChefInnen etc.

Schlafschwierigkeiten werden in psychotherapeutischen Beratungen meist zu wenig beachtet. Allgemein gilt als cool, wer mit knappem Schlaf auskommt. Der Körper, befragt mit Focusing, gibt Hinweise, woran persönliche Schlafschwierigkeiten, unabhängig von medizinischen Abklärungen, noch liegen könnten.

Die therapeutische oder beraterische Arbeit mit mehreren Personen ist anspruchsvoll. Als TherapeutInnen und BeraterInnen verlieren wir uns gerne in den Interaktionsmustern der am Gespräch Beteiligten. Neben der personzentrierten kann hier eine systematische Sicht- und Handlungsweise hilfreich sein. Der systemische Ansatz kann auch in der Einzeltherapie weiterführen.

Ausgangslage Kaum eine Sensibilität des GFK Charakterstrukturmodells kann wohlwollende TherapeutInnen so in Not bringen wie die Symptom-Sensibilität. Personen mit chronischen Schmerzen sind für uns in den „helfenden Berufen“ oft ein schwieriges, anstrengendes Klientel: „Kann man denn immer etwas haben; und wird das denn nie besser? Und wenn mal etwas besser wird, kommt sicher wieder etwas anderes. Vielleicht brauchen die einfach die Schmerzen?! ….“

Beziehungssituationen sind häufig Anlaß von Kränkungsverletzungen (gekränkt werden) und Gefühlen der Kränkungsschuld (eine Kränkung verursacht haben). Beides destabilisiert das Selbstwertgefühl. Das Erleben von Empörung, Zorn und Ohnmacht bzw. Gefühle der Enttäuschung über sich selbst bestimmen das Verhalten. Oft folgt ein Beziehungsabbruch.

Suizidprävention wurde vom Bundesrat 2016 als gesamtgesellschaftliche Aufgabe bezeich- net – leider aus gutem Grund. Erfahrungen, die seelischen Schmerz („mental pain“) auslösen, können zu einem akuten Stresszustand führen, in dem überlegtes Handeln nicht mehr möglich ist, so dass der akute suizidale Zustand für die Betroffenen kaum kontrollierbar wird. Jede solcher suizidalen Krise hinterlässt Spuren und der „Notfallplan Suizid“ wird auch noch Jahre später bei einer erneuten Krise sofort aktiviert.

Der Studientag führt in die Sprache und Modellbildung ein, die wir für die energetische Perspektive brauchen. Dieser Blickwinkel ist nicht etwas völlig Neues oder Anderes, sondern eine weitere vertiefende Möglichkeit, sich mit einem Prozessgeschehen auseinanderzusetzen.