Lesevorschläge

Die Literaturhinweise hat Christiane Geiser zusammengestellt.

Anregungen und Kommentare an cg@tbwil.ch. Siehe auch die Rezensionen unter Artikel online.

Was wir gerade lesen:

Ian Hacking, Multiple Persönlichkeit. Zur Geschichte der Seele in der Moderne, Hanser 1996

Ich lese schon längere Zeit in diesem Buch: Die Erfindung des Begriffs "Multiple Persönlichkeit", die Erfindung einer "Forschung" dazu. Mal wieder darüber nachdenken, wie denn "Messen" in der Psychologie geht, wie psychologische Begriffe entstehen. Äusserst anregend für alle, die ab und zu gerne über unsere Berufe und deren Hintergründe nachdenken. Zum Glück hab ich parallel grad die Gret Haller gelesen. Das erklärt doch einiges. . (29.08.2003, Ernst Juchli, ej@tbwil.ch)

Gret Haller, Die Grenzen der Solidarität. Europa und die USA im Umgang mit Staat, Nation und Religion, Aufbau-Verlag 3/2003

Die Autorin war einige Jahre Schweizer Parlamentarierin und Mitglied des Europa-Rats. 1996-2000 war sie Ombudsfrau für Menschenrechte des Staates Bosnien und Herzegowina in Sarajewo. Sie hatte dabei nicht nur mit der dortigen Bevölkerung, sondern auch mit verschiedensten Funktionären aus Europa und den USA zu tun.

Äusserst interessant, wie sie dabei irritiert, oft verärgert ist über das Verhalten der AmerikanerInnen. So nimmt sie sich nachher zwei Jahre Forschungszeit, um dem Anders-Sein, dem Anders-Denken, -Fühlen, -Argumentieren, -Handeln der AmerikanerInnen auf die Spur zu kommen. z.B.: Wer gewinnt, hat recht (USA) - Wer Recht hat, soll das durchsetzen können (Europa). Das Recht des Stärkeren - eine Stärke des Rechts.

Falls wir in Sorge sind über die Gesundheitspolitik, die Pseudoverwissenschaftlichung der Psychotherapie - wir finden allerlei Anregungen dazu in diesem Buch!. (25.08.2003, Ernst Juchli, ej@tbwil.ch)

Daniel Bärlocher, Schmerzen lindern mit Focusing. Neue Wege in der Kopfschmerztherapie, Ratgeber Ehrenwirth 2002

Ein wunderbares, kluges, witziges und menschliches kleines Buch über Schmerzen und den Umgang damit und Focusing und schmerzliche Beziehungen und freundliche Behandlungen. Sehr zu empfehlen, auch KlientInnen und ihren Angehörigen.. (18.08.2003, Christiane Geiser, cg@tbwil.ch)

nach obenFocusing-Literatur

Campbell Purton (2004): Person-centred Therapy. The focusing-oriented Approach. Palgrave.

Das meiner Meinung beste Buch im Moment über die Bedeutung des experienziellen Ansatzes für die personzentrierte Therapie und TherapeutInnen unterschiedlicher Verfahren.

Gendlin, Eugene T. (1998): Focusing Selbsthilfe bei der Lösung persönlicher Probleme. Überarbeitete und ergänzte Neuauflage rororo

Der Klassiker, verdienstvollerweise neu und als Taschenbuch herausgegeben

Gendlin, Eugene T. (1987): Dein Körper - Dein Traumdeuter. Otto-Müller-Verlag: Salzburg.

Die Focusing-Art, mit Träumen umzugehen, immer noch erfrischend und komplexer, als es auf der ersten Blick aussieht!

Gendlin, Eugene T. (1997): Focusing-orientierte Psychotherapie. Ein Handbuch der erlebensbezogenen Methode. Pfeiffer

Umfassendes therapeutisches Handbuch.

Gendlin, Eugene T. / Wiltschko, Johannes (1999): Focusing in der Praxis. Eine schulenübergreifende Methode für Psychotherapie und Alltag. Pfeiffer leben lernen 131

Feuerstein, Müller, Weiser, Cornell (hrsg.), Focusing im Prozess. Ein Lesebuch. GwG-Verlag und FZK-Verlag 2000

Interessanter Sammelband von vielen internationalen Focusing-Praktizierenden!

Weiser Cornell, A. (1997): Focusing, der Stimme des Körpers folgen. Anleitungen und Übungen zur Selbsterfahrung.

Anns erstes Buch mit der Darlegung des von ihr entwickelten "inner-relationship-Focusings"- einfach und klar.

Auf der reichhaltigen Website des Focusing-Instituts in New York http://www.focusing.org können interessante neue Artikel in mehreren Sprachen heruntergeladen werden.

Gendlins komplexe philosophische Schriften (z.B. "A Process Model") sind unter www.focusing.org/philo.html zugänglich.

nach obenLiteratur zur Körpertherapie

"Energie und Charakter"  (Zeitschrift für Biosynthese)

vereinigt allerlei interessante Aufsätze zur Körperpsychotherapie.

Frank Röhricht, Körperorientierte Psychotherapie psychischer Störungen, Hogrefe 2000

Fasst aus klinisch-psychiatrischer Sicht den Stand der Anwendung körperorientierter Verfahren zusammen.

Barbara Müller, Klientenzentrierte Körperpsychotherapie (GFK-Methode). Ergebnisse einer Praxisevaluation. Dissertation Salzburg 2002. Für Forschungsinteressierte.

nach obenLiteratur zum klientenzentrierten Ansatz

Keil, W. / Stumm, G. (hrsg.), 2002, Die vielen Gesichter der personzentrierten Psychotherapie. Springer

Frenzel, P. / Keil, W. u.a. (hrsg.), 2001, Klienten-/Personzentrierte Psychotherapie. Kontexte, Konzepte, Konkretisierungen. Facultas Bibliothek Psychotherapie Bd. 8

nach obenZeitschriften:

Elliott, R. / Mearns, D, / Schmid, P. (hrsg.), 2002 ff., PCEP Person-Centered and Experiential Psychotherapies. Journal of the World Association for Person-Centered and Experiential Psychotherapy and Counseling. PCCS Books

PERSON. Internationale Zeitschrift für Personzentrierte und Experienzielle Psychotherapie und Beratung. Facultas Universitätsverlag 1996ff.

Zwei interessante Arbeiten von GFKlerInnen (beides Dissertationen):

Bäumer, Regina/Plattig, Michael, (1998), Aufmerksamkeit ist das natürliche Gebet der Seele. Geistliche Begleitung in der Zeit der Wüstenväter und der personzentrierte Ansatz nach Carl. R. Rogers - eine Seelenverwandtschaft?! echter-Verlag

Ernst Kern (1999), Entwicklung als Ziel von Psychotherapie. Ein Modell einer innerpersonalen Moral. Studienreihe Psychologische Forschungsergebnisse Band 47, Verlag Dr. Kovac

nach obenLiteratur von dem und über den Physiker David Bohm:

David Bohm, Der Dialog. Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen, Klett-Cotta 1998.

Aufsätze 1977-1992 über die Implikationen von Bohms dialogischem Weltbild, über kreative Partizipation, über den Erfahrungsprozess in Dialog-Gruppen, über Kommunikation und Bewusstsein.

Zur Vertiefung:

David Bohm, On Creativity, Routledge 1998

David Bohm, Thought as a System, Routledge 1994

F. David Peat, Infinite Potential. The Life and Times of David Bohm, Addison-Wesley 1997

M. und J.F. Hartkemeyer/L.Freeman Dhority, Miteinander Denken. Das Geheimnis des Dialogs. Klett-Cotta 1998

Sehr gutes Übersichtsbuch über verschiedene Arten des Dialogs, mit Interviews und Übungen!

William Isaacs, Dialog als Kunst, gemeinsam zu denken. Die neue Kommunikatonskultur in Organisationen. EHP Organisation 2002

Hervorragend! Eine Fundgrube für alle, die den Dialog praktizieren (wollen).

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im WWW sind diverse Aufsätze und Erfahrungsberichte über Bohm-Dialog-Gruppen zu finden, Einstieg über

Selected Websites on Dialogue www.uia.org/dialogue/webdial.htm

Einführende Texte auch unter Artikel Online und auf Otmar Losers Homepage www.lernende-organisationen.ch 

 

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