Denken Sie bloss an Ihr Leben, wie es wirklich ist. Sie hören immer jemandem zu, hören immer einer Sache zu, und Sie erzählen immer jemandem oder irgendwem etwas. Das ist Leben, die Art, wie es gelebt wird. Gertrude Stein, 1935
KlientInnen erzählen uns ihre Lebensgeschichte. Wir selber haben unsere Geschichte schon TherapeutInnen und PartnerInnen erzählt, viel- leicht mehr als einmal.
Geschichten werden immer JEMANDEM erzählt. Auch sich selbst.
Erzählen wir sie auf unterschiedliche Art und Weise? Immer gleich?
Welches Suchraster legen wir über unser Leben?
Wonach fragen wir? Welche Phänomene verknüpfen wir im Nachhinein, halten sie für unsere Geschichte, geben ihnen Bedeutung?
Was ermöglicht eine solche Erzählung, was verunmöglicht sie?
Wäre es sinnvoll, eine neue Narration zu versuchen? Eine, die uns eine andere Rolle gibt, eine andere Identität, die anderen einen neuen Platz in unserem Leben zuweist?
Können wir aus unserer persönlichen Geschichte heraustreten und einen anderen Blickwinkel wählen?
Über Biografiearbeit wird im Moment viel geredet und geschrieben. Ich möchte einen Überblick geben über Theorie und Praxis. Den größten Teil des Tages aber sollen Experimente einnehmen. Schreibenderweise wollen wir versuchen, Lebensgeschichten zu verändern, mit frischem Wind zu füllen, gegen den Strich zu lesen/zu schreiben.
Teilnehmende sollten also einem Zugang über die Sprache zugeneigt sein.
| Leitung | Christiane Geiser, Psychotherapeutin SGfK, Supervisorin und Ausbildnerin GFK, Zertifizierende Koordinatorin TFI, Lektorin | |
| Termin | Samstag, 14. Januar 2012, 9.15 – 16.45, 8 UE | |
| Ort | Praxisgemeinschaft Konradstr. 54, I.Stock, 8005 Zürich | |
| Kosten | CHF 170.- | |
| Anmeldung | Tel. 043 817 41 24 oder |
Dieser Studientag ist für die Studierenden im 1. Weiterbildungsjahr verbindlich.
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