Buchveröffentlichungen 2017

Gesprächspsychotherapie, Focusing, Körperpsychotherapie (GFK) (Leseprobe)

Prozesse verstehen Prozesse begleiten
Herausgeber: Berufsverband SGfK/Ausbildungsinstitut GFK
Verlad: BOD
36.- Franken (33.- Euro)
In diesem Buch wird das psychotherapeutische Verfahren der klientenzentrierten und Focusing-orientierten Körperpsychotherapie (GFK) vorgestellt. Theoriebeiträge, Interviews und Fallbeispiele werden in ihrer Vernetzung dargestellt und beschrieben. Der Fokus liegt auf lebendiger Begegnung, Beziehung und Interaktion.
Die Schreibenden haben konsequenterweise auch das Entwickeln des Buchs als lebendigen Prozess verstanden. So ist aus der Mehrstimmigkeit der theoretischen und praktischen Beiträge ein Geflecht aufeinander bezogener Texte entstanden. Es ermöglicht das Entstehen unterschiedlicher Resonanzen in den Lesenden und doch auch ein Gefühl für das Ganze.
Daraus kann sich ein grundsätzliches Nachdenken über Psychotherapie und Beratung, über ein hilfreiches Zusammensein mit Menschen, über Verstehen und Begleiten entfalten.

Zyklisches Denken (Leseprobe)

Ein Denkstil für die Arbeit mit lebendigen Prozessen,
entwickelt in der Klientenzentrierten Körperpsychotherapie
Erzählt von Ernst Juchli und Ulrich Schlünder
Verlag: BOD
33.- Franken (31.- Euro)
… Wir nennen unseren Denkstil „zyklisch“ und deuten damit eine bestimmte Form des Denkens an. Hat das Denken eine Form, werden Sie sich fragen. Gibt’s den verschiedene Formen? Ja, die gibt es…
Wir meinen, dass die Formen des Denkens optimalerweise den Formen der untersuchten Prozesse gleichen sollen. Was im Folgenden zu erklären ist. Oder besser: In was hinein zu führen ist.
… Zyklisches Denken weiss, dass das Gegenteil des Gesagten genauso „wahr“ sein kann, dass ein Perspektivenwechsel das Ganze in ein völlig anderes Licht stellen kann. Dass die therapeutischen Schritte die bisher angenommenen Grenzen und Rahmungen vermutlich nicht werden bestehen lassen können. Und das sollen sie auch nicht, denn eine Grenze im einen ist ein Halt in einem anderen Zusammenhang, und wo bislang noch eine Wand ohne Tür den Weg zu versperren scheint, muss es möglicherweise gar nicht zwingend lang gehen.
Zyklisches Denken ist also gleitendes Denken – jederzeit bereit, seinen Fokus zu verändern, zu verlassen, auf scheinbar Abseitiges zu achten. Aber auch jederzeit bereit, einen Ausschnitt, einen Inhalt, eine Struktur, eine Ordnung wichtig zu nehmen – und dann wieder los zu lassen.